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Stuttgarter Nachrichten vom 25. Juni 1994
In der Ludwigsburger Residenz rückt jetzt das welthistorisch bedeutende Kleinod in den Mittelpunkt
Schloßtheater wird orginalgetreu restauriert
Einzigartige Bühnenmaschinerie bald wieder zu sehen - Bauzeit von drei
Jahren - 12,5 Millionen Kosten. (von Hans-Dieter Weßbecher)
Ludwigsburg - Ein Theaterkleinod von Welthistorischem Rang wird jetzt orginalgetreu restauriert: das Schloßtheater in Ludwigsburg. Am Montag beginnen die Arbeiten für das 12,5 Millionen Mark teure Projekt.
In Drei Jahren soll das Theater, das eine der ältesten funktionsfähigen Bühnenmaschinerien beherbergt, in neuem Glanz erstrahlen.
Viel Arbeit wartet in den nächsten drei Jahren auf die Restauratoren: Die historische Theatermaschinerie kommt wider auf die Bühne, Kulissen werden orginalgetreu
eingebaut, und der Zuschauerraum wird renoviert. Seit 1988 beschäftigen sich Albrecht Köhler und Hans - Joachim Scholderer vom Staatlichen Hochbauamt, die gestern Einzelheiten der geplanten Arbeiten vorstellten, mit der Sanierung des
Schloßtheaters. Doch erst im Januar 1994 hat der Stuttgarter Ministerrat endgültig grünes Licht für den Beginn der Bauarbeiten gegeben. Ursprünglich sollte es schon
im Herbst 1992 losgehen. Doch das Warten hat sich gelohnt. Denn trotz knapper Kassen macht das Land nun 4,5 Millionen mehr locker.
Begonnen wird am Montag zunächst mit der Instandsetzung der Außenfassade, an der seit den dreißiger Jahren nichts mehr gemacht wurde, sowie dem Dachstuhl.
Dann erst ist das Herzstück Theater, das bau-, kunst- und theatergeschichtlich eine Rarität darstellt, aber in jüngster Zeit enorme Verluste an historischer Substanz zu beklagen hat, an der Reihe...
...Der ganze Stolz des Schloßtheaters ist die von 1608 stammende italienische Bühnenkonstruktion aus Holz. Wenn die Kulissenmaschinerie wieder steht, können
Regisseure Inszenierungen mit historischen Bühnenbildern, die über Kulissengatter bewegt werden, aufführen...
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