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Das Theater beherbergt eine der ältesten funktionsfähigen Bühnen- maschinerien Europas. Hölzer- ne Kulissengatter, Wagen und Lichtständer, die mit Muskelkraft angetriebene Untermaschinerie und die in ihrer
Arbeitsweise erst in jüngster Zeit wiederentdeckte Obermaschinerie werden wieder voll funktionstüchtig aufgebaut. Künftig ist es möglich, mit der 1758 eingebauten Bühnen- tech-nik wieder Theater zu spielen.
Scholderer wünscht sich, daß sich Regisseure finden lassen, die die Stücke aus dem 18. und 19. Jahrhundert wieder mit der alten Technik auf die Bühne bringen. Unabhängig davon, ob sich sein Wunsch
erfüllt, wird man in den Wintermonaten Teile der his- torischen, für 1,5 Millionen Mark restaurierten Kulissen und Prospekte auf- bauen und bei Sonderführungen die originale Verwandlungs- technik in Betrieb setzen.
Nach Abschluß der Restau- rierung dürfen Theaterleute nur. mit ausdrücklicher Geneh- migung der Denkmalpflege Teile der barocken Kulissengassen für moderne Aufführungen abbauen.
Sie müssen hinterher wieder fachgerecht installiert werden. Die Zeiten, in denen die Regisseure ohne besondere Rücksicht auf die alte Bühnentechnik schalten und walten konnten und dabei viel von der wertvollen Substanz
vernichtet haben, sollen nicht wiederkehren. Um das Barock- theater aber nicht ganz zum Theater-Museum abzustufen, gibt es einige Zugeständnisse an den modernen Spielbetrieb: Zusätzliche Züge für die Bühnentechnik, ein
Orchester- raum, der 40 Musikern Platz bietet, und moderne Bühnen- beleuchtung – allerdings ohne wattstrotzende Lichtorgien, bei denen es in früheren Zeiten so warm geworden ist, daß die Farbe auf 300 Jahre alten
Eichen- balken gescholzen ist.
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