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Altes Gemäuer vor Einsturz bewahren
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von Wolfgang Müller
Die Sanierungsarbeiten im Friedrichs- haller Greckenschloss sind in vollem Gange. Während im Gewölbe die Wände stabilisiert werde" richten Zimmerleute das Dach her. 3,5
Millionen Euro kalkuliert Bürgermeister Peter Dolderer für die Wiederher- stellung des Gemäuers ein. Die ausquartierten Grundschüler müssen mit Containern bei der Lindenberghalle Vorlieb nehmen.
Zahllose Gerüststangen haben den Sandstein fest im Griff. Wo früher ein Dach vor Regen schützte, halten aufgespannte Planen Wind und Wetter ab. Der Motorenlärm der Handwerks-
maschinen dringt vom Dach bis in die unteren Stockwerke. Aufgewirbelter Staub ist hier zurzeit ein ständiger Begleiter.
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Vom Stand der Zimmermannsarbeiten überzeugt sich unter anderem Bürgermeister Peter Dolderer (zweiter von rechts).
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Seit April hämmern und werken die Zimmerleute im Dachstuhl des Greckenschlosses. Im Gewölbe stabilisieren Arbeiter die Wände.
Das altehrwürdige Gemäuer im historischen Kochendorfer Ortskern ächzte zuletzt schwer unter dei Last der vergangenen Jahrhunderte. „Es war wichtig, die Statik wieder herzustellen", sagt Architekt Wahrmut Stehle. Die Wände
drücken nach außen. „Der Westflügel weist schon erheblich Risse auf." Im Inneren bog sich die Decke bis zu 50 Zentimeter durch.
Dass die Sanierung des Greckenschlosses teuer sein würde, wussten Verwal- tung und Gemeinderat seit Jahren. Nicht zuletzt deshalb haben die Friedrichshaller die Arbeiten immer wieder verschoben. Inzwischen drohte das Gebäude
allerdings in Teilen einzustürzen. Die Arbeiten mussten beginnen. Dolderer rechnet mit Gesamtkosten von etwa 3,5 Millionen Euro. Der Bürgermeister verspricht sich aber Zuschüsse, unter anderem vom Landes--denkmalamt, von der
Denkmalstiftung Baden-Württemberg und von der Schulbauförderung von insgesamt rund 875 000 Euro. Den Rest muss die Stadt aus eigener Kraft aufbringen.
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Und weil sie kein Geld hat, hat der Gemeinderat die Arbeiten bis 2009 in vier Bauabschnitte unterteilt. Zum ersten Bauabschnitt gehören die Holzarbeiten im Dach und am
Fachwerk. Der zweite Bauabschnitt setzt den Keller instand und stabilisiert den Grund um das Schloss herum. Außenwände und Fassade stehen im dritten Abschnitt auf der Agenda.
Um- und Ausbau der Innenräume machen den vierten Bauabschnitt aus. „Bis spätestens 2009 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein", sagt Bürgermeister Dolderer. So lange; muss die Grundschule, die
mehrere Räume im Schloss als Klassen-Lehrerzimmer nutzt, in zwei eigens aufgestellte Container bei der Lindenberghalle ausweichen. Dort werden zwei Vierer-Klassen unterrichtet. Die anderen Schüler lernen sonst auch im Schulhaus
neben dem Schloss. Die Verlässliche Grundschule ist inzwischen ins Untere Schloss umgezogen – dort wo früher die Bediensteten untergebracht waren.
„Wir sind jetzt natürlich extrem ein- geschränkt", sagt Schulleiter Hanspeter Volz. „Aber wir tragen die Arbeiten mit." Der örtliche Fahrradhändler hat der Schule inzwischen zwei gebrauchte Fahrräder geliehen. Auf diese
Weise könnten die Lehrer schneller zwischen Schulhaus und Container pendeln, sagt der Schulleiter.
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